Kaum eine Branche wurde von technischen Neuerungen so durchgeschüttelt wie die Druckbranche. In den 1980er Jahre war es der Ersatz des Bleisatzes durch den Lichtsatz, wie das elektronische Verfahren des digitalen Druckens zunächst genannt wurde. Zwei Jahrzehnte später ging es mit der fortgeschrittenen Kommerzialisierung des Internets um den Streit zwischen print und online.
Die Auseinandersetzungen haben das erste Jahrzehnt dieses Jahrhunderts geprägt. Dann war Ruhe. Zunächst. Kaum zehn Jahre später steht die nächste technische Umwälzung an: Künstliche Intelligenz. Sie wird aufräumen mit den bisherigen Arbeitsweisen. Die Betriebsräte verarren in Stockstarre vor den drohendem Änderungen.
Umfangreiche Gestaltung eines Redaktionssystems, in dem die print-online-Trennung aufgehoben wird.
Längere Vereinbarung zum Redaktions- und Workflowsystem Woodwing. Schwerpunkt ist neben den Schutz vor technischer Überwachung ist die Beteiligung der Beschäftigten bei einer etwaiger Umstrukturierung von Arbeitsprozessen in den Redaktionen.
Redaktionssystem für einen Tageszeitungsverlag. Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und weitestgehender Ausschluss von Überwachungen.
Beschäftigungssicherung, Softwareauswahl, Schutz vor Überwachung und Mitarbeiterqualifizierung.Es gibt eine Menge von Betriebsvereinbarungen, die allerdings um den KI-Einsatz einen Bogen machen und sich hauptsächlich um Arbeitszeit, Erreichbarkeut bei mobilem Arbeiten, Honorare und Datenschutz kümmern.