Kurzfassung

In dem Beitrag SAP und der KI-Umbau vom Mai 2026 habe ich die Hoffnung geäußert, dass sich der Nebel um die Andeutungen über die KI-Aufrüstung des Systems lichten wird. Das Update vom Oktober 2026 lässt SAPs Chatbot Joule und den Einsatz von KI-Assistenten sichtbarer werden. Es ist noch zu früh für Erfahrungsberichte, doch es wird erkennbar: Hier haldelt es sich um einen Point of no Return. Begeisterung will allerdings nicht aufkommen. Die Firmen werden in die Cloud, weitere Standardisierung und den Verzicht auf eigene Programmierung nahezu genötigt. Die Abhängigkeit nimmt zu. Die Frage bleibt offen, ob sich angesichts des eher sparsamen Nutzens der hohe Aufwand für den KI-Umbau lohnt.


SAPs neue Kleider


Christian Klein

Christan Klein, SAP-Chef, noch einer mit Traumkarriere - in 20 Jahren vom Werksstudenten zum Vorstandsvorsitzenden der SAP SE - hat alles drangesetzt, das SAP-System von Kopf bis Fuß mit Künstlicher Intelligenz zu bestücken. Seit Oktober 2026 gibt es das neue Update. Ein rühriges Marketing hat es mit wohlklingenden Vokabeln bekleidet: Das Automomous Enterprise soll nun die Kundschaft locken. Mit dem eingebautenn Chatbot Joule soll man sich in ganz normaler Sprache unterhalten und insbesondere auch das System bedienen können.

SAP ist Deutschlands einzige Softwareschmiede mit Spitzen-Weltrang. Doch sie schämt sich offensichtlich ihrer Herkunft aus dem technolgisch abgestiegenen Deutschland, deshalb alles erstmal in Englich.


Aufruf-Prompt für SAP-Chatbot Joule

Die Bedienungsoberfläche von SAP ist bisher nichts, was Begeisterungsstürme der Benutzerinnen und Benutzer ausgelöst hat. Eine sprachliche Steuerung des Systems soll das nun ändern. Per Sprache soll der Chatbot Joule die Programmfunktionen heraussuchen, mit denen man arbeiten will, oder er macht Vorschläge, was man tun könnte oder sollte.

Schon seit einem Jahr reden alle Softwareanbieter von KI-Agenten. Sie werden die alte Systemoberfläche ersetzen.

Chatbot und KI-Assistenten

Autonomous Enterprise nennt SAP sein KI-durchtränktes Konzept. Es beginnt mit dem Chatbot Joule, der gleich mit ausgewählten Workflows verbunden wird. Hier der Überblick:

  • Joule: der Chatbot für die Verarbeitung natürlichsprachlicher Anfragen und die Unterstützung von Geschäftsprozessen.
  • Joule Work: So nennt sich die Einbindung des Chatbots in die Arbeit. Sie wird zur zentralen Benutzeroberfläche für alle Interaktion mit SAPs KI und den vom System unterstützten traditionellen Unternehmensanwendungen. Die Benutzerinnen und Benutzer kommunizieren also über eine Chatoberfläche mit dem System. Conversations heißt das bei SAP.
  • Joule Assistants: Rollen- und aufgabenbezogene KI-Assistenten, die spezialisierte Agenten koordinieren. Sie bearbeiten bestimmte Aufgaben, analysieren Daten oder führen Aktionen aus. Spaces soll dafür sorgen, dass für bestimmte Aufgaben eine dynamische Arbeitsoberfläche mit den benötigten Daten, Werkzeugen und Interaktionsmöglichkeiten zusammengestellt wird.
    Das muss natürlich konfiguriert werden, sieht schön aus, braucht aber kompetentes Management.
  • Joule Studio: Die Entwicklungsumgebung zur Erstellung und Anpassung firmenspezifischer Agenten und Workflow-Tool für Automatisierungen.
  • SAP Business AI Platform: Die technische Plattform für die in Aussicht gestellten Integrationen, die Verwaltung der Berechtigungen und die Hinterlegung von Regeln für Governance und Compliance.

Joule - Die Technik Details zeigen.

Joule ist keine Eigenentwicklung von SAP und basiert auch auf keinem SAP-eigenen Sprachmodell. SAP setzt für sein Joule Software von unterschiedlichen Chatbots ein, seit Mai 2025 ist das bevorzugt Cloude von Anthropic. Für Antworten zu Fragen der ABAP-Programmierung will SAP eigene Sprachmodelle „mit ein paar Millionen ABAB-Programmzeilen“ trainiert haben. Ansonsten bestehe die Kunst SAP-seitig darin, die Orchestrierung der verschiedenen Chatbots auf die Reihe zu bekommen, also einen Super-Agenten entscheiden zu lassen, welcher Chatbot im Hintergrund den usern für die jeweils aktuelle Aufgabenstellung angeboten wird.

Es wird betont, dass sich das Joule-System die bisherigen Chat-Fragen seiner Benutzer merkt und sich bei den nächsten Anfragen auch darauf beziehen kann. Das ist auch keine SAP-spezifische Leistung, denn jeder 08/15-Chatbot kann inzwischen für eine Bearbeitung von Benutzeranforderungen auf einen Vorspann von einer Million Token - das entspricht 1.000 bis 1.500 DIN-A-4-Seiten Fließtext - zugreifen und für die Beantwortung berücksichtigen.

Für das zusätzliche Training mit unternehmensspezifischen Informationen gibt es inzwischen verschiedene Techniken, vgl. Chatbots mit Insider-Wissen. Viel Neues hat SAPs Update nicht zu bieten.

Details verbergen

Das Ergebnis: Eine mitteprächtige Mogelpackung. Doch die Analysen sind begeistert, ist der Gewinn seit der Ankündigung stärker als prognostiziert gestiegen.

Der Einbau von Joule in das System ist für SAP ein Fortschritt. Man kann nun endlich etwas fragen, was man nicht versteht und Hilfe bei der Navigation durch die Funktionen des Systems erhalten.

Ein bisschen Fortschritt ist auch bitter notwendig, denn das Internet und den Einstieg in die Künstliche Intelligenz hatte das Top-Management seinerzeit gründlich verschlafen und musste die Ochsentour des Anschlussfindens gehen. Zu großen Teilen wurden Defizite durch Zukäufe ausgeglichen. Das ambitionierte Projet Business By Design wurde nach fünf mal 5000 Menschjahren Arbeit eingestellt, SuccessFactors wurde gekauft, jede Menge KI-Startups hat sich SAP einverleibt. (siehe Beispiel Kauf von SuccessFactors).

Die Assistenten scheinen definierten Transaktionen zugeordnet zu sein, es gibt zunächst einige handverlesene, im Laufe der Zeit immer mehr davon. Damit die Arbeit mit den Assistenten aber keine Parallelwirtschaft zu den früher einzeln zu bedienenden Transaktionen oder Workflows ist, sollen die neuen KI-Knechte ihre Arbeit untereinander koordinieren. Will ein Unternehmen davon profitieren, sind einige Voraussetzungen zu erfüllen:

Es braucht „saubere“ Daten. Wenn nicht, bleibt es nicht nur bei garbage in - garbage out, sondern wegen der Tücke der Sprachmodelle drohen chaotische und nicht mehr nachvollziehbare Aktionen (vgl. Halluzinationen). Schwierig wird es bei der Anbindung von „Fremdsystemen“  und Kompatibilitätsproblemen mit deren Daten. Eine besondere Herausforderung ist dabei die Einbindung von KI-Assistenten anderer Hersteller, auf die offensichtlich SAP-Anwender nicht verzichten wollen. Aus der Not eine Tugend machen, heißt dann SAP sei „offener geworden“.

Von komplexeren Agentensystemen sind die Probleme bekannt, die entstehen, wenn KI-Agenten erlaubt ist, sich erfrorderliche Zugriffsrechte selbst zu besorgen. SAP will dieses Problem durch ein striktes Rollenkonzept lösen. Menschen und KI-Assistenten werden dabei auf eine Stufe gestellt. Die Ausgestaltung des dadurch erzwungenen „hybriden Führungsstils“ steht allerdings noch aus.

Alles bekannte Probleme, die das derzeitige Auseinanderdriften von Werbeversprechen und erfahrbarer Realität markieren.

Die Folgen

SAP weiß genau um die Bedenken seiner Kundschaft und bietet alternativ zu der KI-Version das Beibehalten der traditionellen Bedienoberfläche an, versüßt mit kleinen Goodie aus der KI-Wundertüte, z.B. ein bisschen Joule für kurze Abfragen und - segensreich - zur Unterstützung der Navigation.

Viele Unternehmen haben recht unpräzise Vorstelluneg, wie sie mit der Künstlichen Intelligenz umgehen, ihre Roadmaps verdienen eigentlich nicht den Namen Strategie. Die Folge ist dann oft, dass die Vorteile der neuen Technik nicht genutzt werden und eine Reihe nachteiliger Auswirkungen in den Vordergrund treten:

  • Standardisierung: Je mehr die Geschäftsprozesse standardisiert sind, desto reibungsloser wird das System funktionieren. Davon profitieren die SAP selbst, die zahlreicher Unternehmenspartner und Berater, die ihre dem Standard folgenden Leistungen sich jedes Mal als neue Leistungen bezahlen lassen können. Die Kundschaft wird gebeten, auf selbstentwickelte Zusätze zu verzichten.
  • Flexibilitätsverlust: Standardisierte Bearbeitung korreliert mit standardisierten Produkten und Dienstleistungen. Das ist für Massenproduktion brauchbar, aber hinderlich für Spezialisierung und Individualisierung.
  • Kompetenzverlust: Die Abhängigkeit vom Anbieter wird steigen. Schon das Cloud Computing hat die Gestaltungsmöglichkei der Kunden in der Administration und vor allem im Customizing drastisch reduziert. Es handelt sich jetzt um Software as a Service (SaaS), der gegen Bezahlung frei Haus geliefert wird, ein Tausch von Bequemlichkeit gegen sich leise verabschiedende Kompetenz.
  • Qualifikationsverlust: Die Mitarbeitenden müssen kein umfangreiches Erfahrungswissen mehr haben. Immer mehr Aufgaben sollen die Agenten erledigen, für die behauptet wird, dass sie selbständiger werden. Damit schrumpfen die Alternativen zu den KI-Vorschlägen, fördern die Bequemlichkeit und bereiten den Weg für fortschreitende Automatiserungen.
  • Intelligenzschwund: Wenn Chatbots den Beschäftigten immer mehr Antworten auf Knopfdruck liefern, befürchten Psychologen und Sozialwissenschaftler nachlassende kognitive Fähigkeiten, siehe auch Mentale Folgen.
  • Kommunikationsarmut: Je mehr KI in der Tagesarbeit, desto weniger besteht eine Notwendigkeit, sich mit den Kolleginnen und Kollegen auseinanderzusetzen. Man ist zunehmend allein mit seinem Gerät. Das fördert die Einsamkeit nicht nur im Job. Interne Kommunikationen nehmen ab. Teambindungen zerfransen, die Identifizierung mit dem Unternehmen lockert sich. Teams verlieren ihre Bedeutung als Ort für kreative Ideen.
  • Schwierigkeiten: Planung, Koordinierung und Supervision werden anspruchsvoller. KI-Agenten kann man nicht aus einem Warenhaus-Katalog bestellen. Ihre Einrichtung und vor allem die Koordinierung ihrer Zusammenarbeit braucht kluge Köpfe. Beratungsunternehmen versuchen, diese neue Lücke zu schließen.
  • Gefahren: Für die Beschäftigten wird es schwierig: Eine kleine Zahl gutbezahlter Leute für die Koordinierungs- und Supervisionsarbeit, für die große Menge steigende Arbeitsplatzunsicherheit und sinkende Arbeitsqualität.

Managementaufgaben

Es ist kein kluges Management, sich in Sachen KI vorrangig auf Arbeitsersatz durch Technik, sprich den Arbeitsplätzeabbau durch Automation, zu fixieren. Automatisierung und Rationalisierung sind großenteils Dinge, die man auch ohne Künstliche Intelligenz tun kann.

Arbeit ist ein kompliziertes soziales System. Es besteht aus Menschen und Technik, braucht Erfahrung und Kompetenz. Menschen durch Technik zu ersetzen ist dort angesagt, wo Vollautomatisierung gelingt. Jenseits dieses Szenarios gilt:

  • Künstliche Intelligenz ist segensreich dort, wo sie menschliche Arbeit ergänzt, im Sinne eines job enrichment, einer qualitativen Verbesesserung. Don Norman, ein kanadischer Design-Guru des ausgehenden letzten Jahrhunderts, hat bereits gesagt, gute Software erkenne man daran, dass man bei der Arbeit nicht merkt, dass man mit einem Computer arbeitet. KI könnte dabei sehr hilfreich sein.
  • Es geht kein Weg daran vorbei: KI ist eine Universaltechnik. Sie wird die Welt nicht so schnell erobern, wie ihre Protagonisten sich dies vorstellen, aber es wird immer weniger Arbeits- und Lebensbereiche geben, in die sie sich nicht einmischt. Also ist angesagt, zu lernen, wie man mit der Technik umgeht.

Die meisten KI-Erfahrungen in Unternehmen liegen nach meiner nicht repräsentativen Kenntnis mit Microsoft Copilot vor. Microsoft 365 ist nicht essentiell für Unternehmen. Wenn es ausfällt, droht nicht der Untergang, man kann sich immer noch mit einer Textverarbeitung, einer Tabellenkalkulation, Powerpoint-ähnlichen Systemen und einem Conferencing Tool behelfen, im Zweifelsfall aus der open-source-Kiste.

Da ist SAP eine andere Nummer. Man kann das System nicht einfach einer Firma wegnehmen, ohne den Untergang zu riskieren. KI-Tools an einem fürs Überleben „essentiellen“ System zu erproben ist etwas anderes als Erfahrungen auf einer Spielwiese zu sammeln.

Vorsorgliche Arbeitsorganisation

Arbeitswissenschafter haben einmal heftig die Konzepte job enlargement und job enrichtment erörtert. Sehr verkürzt: enlargement ist Erweiterung einer Arbeit um unterschiedliche Tätikeiten auf vergleichbarem Anforderungsniveau, enrichment dagegen betrifft eine Mischung qualitativ unterschiedlicher Tätigkeiten. Beide Konzepte bieten einen gewissen Schutz gegen Arbeitsplatzverlust, da durch Automatisierung oft nur einzelne Arbeiten wegfallen. Anders sieht das für Arbeisplätze mit identisch sich wiederholenden Tätigkeiten aus. Sie sind die ersten Opfer von Rationalisierungsmaßnahmen. Noch anders siehr es aus, wenn Arbeitsplätzen eine komplette Automatisierung droht oder wenn sie infolge veränderter Produktion einfach wegfallen. Fehler die Grundlagen für eine Qualifizierung in ähnlichen anderen Bereichen, so bleibt nur der Wechsel in Arbeitsfelder, für die es keine Computer braucht.

Selten gibt es in Unternehmen so etwas wie ein Design von Arbeitsplätzen, wo von vorneherein darauf geachtet wird, nicht ausschließlich sich wiederholende gleiche oder gleichartige Tätigkeiten zu einem Arbeitsplatz zu bündeln, sondern zumindest dafür zu sorgen, dass eine Mischung unterschiedlicher Tätigkeiten erfolgt, vorzugsweise von Tätigkeiten mit unterschiedlichen Anforderungen. In diesem Zusammenhang bietet sich Künstliche Intelligenz als Instrment für ein job enrichment förmlich an.

Pilotprojekte

Alternativ oder ergänzend zu diesem Vorgenen kommen Pilotprojekte in ausgewählten Bereichen in Betracht. Für ausgewählte Geschäftsfelder werden unter verheriger Festlegung der Erfolgserwartungen Pilotprojekte geplant, durchgeführt und einer Erfolsbewertung unterzogen, bevor eine Entscheidung über die Fortsetzung getroffen wird (vgl. Beispiele KI- Pilotversuch und KI-Projekte).

Das Verfahren könnte sich wie folgt gestalten:

  1. Das Topmanagement signalisiert deutlich in der Betriebsöffentlichkeit, dass ein den geschilderten Grundätzen folgender Einsatz von KI gewollt ist.
  2. Vertreter der Geschäftsbereiche und der IT tauschen sich in geeigneten meetings über die Möglichkeiten aus. Die ersteren schildern, was ihnen fehlt und was sie für nützlich halten, die letzteren informieren über die Möglichkeiten der KI-Technik.
  3. Ausgehend von erfolgversprechenden Einsatzszenarien werden Pilotprojkete konzipiert mit vor Beginn definierten nachprüfbaren Erfolgskriterien, einem Zeitplan für die Durchführung und einem Informationsverfahren für die Betriebsöffentlichkeit.
  4. Alle im ausgewählten Bereich Beschäftigte werden an dem Projekt beteiligt und enthalten Zugriff auf die eingesetzten KI-Instrumente.
  5. Wenn KI-Assistenten eingesetzt werden, gilt ihnen besondere Aufmerksamkeit. Die Erfahrungen werden in regelmäßigen meetings ausgetauscht.
  6. Eine Abschlussbewertung und eine betriebsöffentliche Ergebnispräsentation schließen die Pilotphase ab.

Es ist wichtig, dass nicht zu viele Pilotprojekte parallel stattfinden. Eine hohe Betriebsöffentlichkeit soll den Beschäftigten Gewissheit verschaffen, dass nichts Geheimnisvolles stattfindet, das Verfahren jederzeit transparent ist und der Kommunikation gemeinsamer Erfahrungen dient.

Qualifizierung

Allle Aktivitäten sind selbstverständlich von geeigneten Qualifizierungsmaßnahmen begleitet. Deshalb sollten wirklich alle mit dem SAP-System arbeitenden Beschäftigten einen Zugriff au den SAP-internen Chatbot Joule erhalten und an geeigneten Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen.

Es ist wichtig, dass alle Beteiligten Erfahrungen mit den eingesetzten Instrumenten machen können, die Technikbegeisterten und die sogenannten Bedenkenträger. Gerade von ihren Schwierigkeiten und den Behmühungen um deren Überwindung kann viel gelernt werden. Differenzierungen zwischen den schnell Fortschritte Machenden und den Langsameren sollen vermieden werden. Regelmäßige Besprechungen über die Erfahrungen im Umgang mit der Tagesarbeit sind sehr wichtig. Lernziel ist nicht die Qualifizierung von individuellen Spezialisten, sondern die Befähigung des gesamten Teams als Gruppe. Die ersten Projekte dieser Art sollten sich durch ausgesprochene Experimentierfreude auszeichnen.

In die Qualifizierung sollten unbedingt Lerneinheiten eingebaut werden, in denen das Funktionieren der Sprachmodelle, die möglichen Leistungen, die besonderen Stärken, aber auch die Grenzen der Leistungsfähigkeit solcher Systeme verstanden wird. Dabei ist es eher hilfreich als hinderlich, auch Erfahrungen zu vermitteln, was geschieht, wenn man diese Grenzen überschreitet. Erfolgreiches Lernen geschieht durch Erleben und Erfahren, nicht durch Abhaken von Multiple- oder Single-Choice-Listen in Tests von Online-Learnings.

Dem Management sollte klar sein, dass Kürzungen der finanziellen Ressourcen innerhalb der Qualifizierungsprogramme mit einem Vielfaches von Kosten für Produktivitätseinbußen und Reparaturleistungen für beschädigte Motiviertheit bezahlt werden.

Auch der Wissens- und Erfahrungstransfer aus solchen Projekten sollte nicht dem Zufall überlassen werden.

 

Karl Schmitz • November 2026