BAPI

Die SAP-Business-Objekt-Technologie und -Programmierung basieren auf dem Konzept der "Business-Objekte". Reale Objekte, wie z. B. ein Mitarbeiter oder ein Kundenauftrag, werden in betriebswirtschaftlichen Anwendungssystemen, wie dem System R/3, als Business-Objekte abgebildet.

Man kann sich die SAP-Business-Objekte als "black boxes" vorstellen, die R/3-Daten und Geschäftsprozesse kapseln und auf diese Weise die Struktur- und Implementierungdetails der zugrundeliegenden Daten verbergen. Um diese Kapselung zu erzielen, sind die SAP-Business-Objekte als Entitäten aus mehreren Schichten angelegt.

Das SAP-BAPI-Modell
(COM/DCOM=(Distributed) Component Object Model - RFC = Remoce Function Call - CORBA = Common Object Request Broker Architecture)

Nach außen zeigen die SAP-Business-Objekte nur ihre Schnittstelle, die aus einer Reihe klar definierter Methoden besteht. Anwendungen können auf die Daten des Business-Objekts nur über dessen Methoden zugreifen. Ein konkretes Business Objekt ist Instanz einer entsprechenden Klasse, die ihre Eigenschaften von übergeordneten Klassen erben und sie an untergeordneten Klassen weitervererben kann. Damit werden wesntliche Elemente der Objekttechnik bei SAP zwar nicht auf der technischen Ebene , aber als Konzept realisiert.

BAPIs sind standardisierte Methoden der SAP-Business-Objekte, die Kunden und Fremdanbietern die Integration ihrer Softwarekomponenten mit dem System R/3 und dem Business Framework ermöglichen.

Die Business-Objekte der SAP und ihre BAPIs sind nicht als Standard für die technische Interoperabilität gedacht, sondern vielmehr als Standard für den betriebswirtschaftlichen Inhalt. Sie ermöglichen die Integration des Systems R/3 und anderer Softwarekomponenten auf einer betriebswirtschaftlichen Ebene, und nicht auf technischer Ebene.

 

Konformität mit Standards

Der Zugriff auf SAP-Business-Objekte und ihre BAPIs kann mit Hilfe objektorientierter Schnittstellentechnologien, wie z. B. COM/DCOM (Component Object Model/Distributed Component Object Model) von Microsoft erfolgen.

 

Stabilität und Abwärtskompatibilität

Nachdem ein BAPI von der SAP eingeführt und freigegeben wurde, bleiben seine Schnittstellendefinition und Parameter langfristig stabil. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß Ihr Anwendungsprogramm von Änderungen der zugrundeliegenden R/3-Software und -Daten nicht beeinflußt wird.

Objektorientierung

Als Methoden der SAP-Business-Objekte bieten BAPIs Zugriff auf die R/3-Daten und -Prozesse. Hierbei folgen sie einem objektorientierten Programmierungsmodell. BAPIs können mit Hilfe objektorientierter Schnittstellentechnologien, wie z. B. COM/DCOM, aufgerufen werden und ermöglichen auf diese Weise die freie Interaktion der Softwarekomponenten von SAP und anderen Anbietern.

  ausführliche Darstellung der SAP