Groupware-Tools für Zeitungsverlage

Software-Produkte

NewsEnign: Ein Lotus Notes-Programm, das Journalisten erlaubt, Informationen elektronisch nach Schlagworten zu sortieren, während ein Produkt (DeskNet) durch eine direkte Anbindung an Quark Aktionen wie Ausschneiden und Einfügen überflüssig macht. Es kommt auch zur Anbindung an Quark-Publsihung-System (Workflow-System). Der Materialfluß wird in den Publishing-Prozeß integriert. z.B. TRINIDAD EXPRESS: Hier übernimmt Notes das Management den gesamte Copyflow zwischen den Mitarbeitern und dem QPS-Umbruchsystem.

IBM-Produkte für Notes und Verlagswesen: NewFlow soll den Materialfluß von der Eingabe bis zur Integration mit Umbruchsystem und einem Web-Server gewährleisten. NetCon: steuert Archivierung und Retrieval von Texten und Bildern. Mediabank: eine Datenbank-Anwendung, welche die Verfolgung, Weitergabe und Verwaltung von Inhalten über ein Notes-System unterstützen soll, mit der Option, Daten aus dem Archiv in ein Quark-Dokument zu übernehmen. Bei früheren Web-basierten PrePress-Tools lag der Schwerpunkt darauf, dem Nutzer mittels Browser Überwachungsaufgaben zu ermöglichen, anstatt kostenspielige proprietäre Systeme anzuschaffen (s.a. CICERO). Das Gewicht verschiebt sich darauf, daß die Nutzer in die Lage versetzt werden, direkt vom Browser aus Texte und Bilder zu bearbeiten, abzuspeichern, zu sichten und zu formatieren. Saxo-Tech in Dänemark beitet SaxPress an; dieses System arbeitet mit Java-Modulen, die eine virtuelle Redaktion ermöglichen sollen. Die Java-Applets werden auf dem Web-Server vorgehalten. Artikel-Modul: Mit ihm können Nutzer Listen von Artikeln im System nach Arbeitsgruppen, Thema und Datum durchsuchen. Text- und Umbruch-Modul sowie Bildmodul.Dieses System wird angewendet bei regionalzeitung AGDERPOSTEN in Norwegen in der GULF News in der VAR!!

JAva steht im Zentrum der neuesten Entwicklungen auch im Kleinanzeigenbereich. Insgesamt ergibt sich weitgehend ein einheitliches Bild: Verlage in aller Welt entscheiden sich zwar häufiger für Intranets und Groupware-Pakete, sind jedoch nicht zufrieden, ihre Systemlösungen einfach im gleichen Laden zu kaufen wie die anderen auch. Um aus dem Intranet den umfassenden Nutzen zu ziehen, muß eine Unternehmenskultur vorhanden sein, in der die Mitarbeiter ihre Informationen austauschen:

"So wichtig es auch ist, über die neuesten technologischen Entwicklungen auf dem laufenden zu sein, so ist es doch nocht wichtiger, die Arbeitskultur in einem Unternehmen zu kennen; dies mag auch der Grund dafür sein, daß die meisten Zeitungsverlage, die Intranets nutzen, diese zunächst auf die Unternehmensbereiche beschränken. Für die Zukunft gibt es noch einen großen Spielraum für die Erweiterung des Systems und eine Umstellung der Arbeitsgewohnheiten, aber letztendlich wird nicht Java die Arbeitsweise der Menschen verändern, sondern nur die Menschen selbst können dies tun. 'In einem globalen Unternehmen gibt es nur zwei Fragen: Ist es die Sache wert? Und wie bringe ich die Leute dazu mitzumachen? Alles andere ist nebensächlich.'"

Holger Artus, Juli 1999

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